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Weihwasserbecken, von Klaus Simon - ca. 1980

Grob behauener Stein mit runder Vertiefung für Weihwasser

Das Weihwasserbecken von Klaus Simon ist aus einem massiven Steinblock gearbeitet und bewahrt in seiner äußeren Gestalt die ursprüngliche Wuchtigkeit des Materials. Die unregelmäßigen Kanten, die sichtbaren Bearbeitungsspuren und die erdige Farbigkeit verweisen auf Herkunft und Geschichte des Steins. Die Materialität bleibt in ihrer Rohheit präsent und bestimmt den ästhetischen Eindruck wesentlich mit. In diese kompakte Form ist eine runde, präzise ausgearbeitete Mulde eingelassen, die in spannungsvollem Kontrast zur rauen Außenseite steht. In dieser formalen Logik ähnelt die Arbeit dem Tabernakel von Magdalena Jetelová, der in dieselbe Wand in der Taufkapelle von Pax Christi eingebracht ist.

Klaus Simon verbindet hier skulpturale Autonomie mit liturgischer Funktion. Das Becken knüpft an eine geometrische, elementarer Materialität verpflichtete Formensprache an, wie sie seit dem 20. Jahrhundert im sakralen Kontext entwickelt wurde. Zugleich ist es konkreter Gebrauchsgegenstand der Liturgie. In das Taufritual spielen somit Aspekte von roher Materie und ihrer Gestaltung, von Dauer und Wandel hinein.