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Gottesdienst am:Aschermittwoch

Pax-Christi-2024-02-Misereoraktion-01
Datum:
15. Feb. 2024
Von:
Anne Hermanns-Dentges

Die diesjährige Fastenaktion von Misereor macht aufmerksam auf die Sehnsucht nach einer gerechten Welt ohne Hunger und lädt dazu ein, der Ernährung und unseren Lebensmitteln wieder mehr Wertschätzung entgegenzubringen.
Die Fastenaktion kann eine Zeit des Neuwerdens, des Ausprobierens und der Umkehr sein.
Die Fastenzeit bietet die Chance, Verhaltensmuster zu überdenken und in Verbundenheit mit anderen Menschen Gewohnheiten des Lebens zu betrachten.

Die Bohne ist als eines der wichtigsten Nahrungsmittel Kolumbiens bekannt. Die Herkunft des Sprichwortes „nicht die Bohne“ rührt daher, dass eine einzelne Bohne nicht von Belang ist. Schließlich braucht es eine Vielzahl von Bohnen, um ein Gericht zu kochen. Misereor hingegen geht es um die einzelne Bohne, jeden einzelnen Menschen. Gemeinsam mit den Projektpartner*innen will Misereor die lokale Bevölkerung Kolumbiens stärken und Ernährungssouveränität ermöglichen. Der Projektpartner Landpastoral der Diözese Pasto setzt sich durch Stärkung der Gemeinschaft und alternative Anbaumethoden für die Verbesserung der Lebensbedingungen kleinbäuerlicher Familien ein.

Eine gute Ernährung für alle braucht Vielfalt vom Acker bis auf den Teller und eine gerechtere Verteilung. Deshalb geht es bei der Fastenaktion darum, das Bewusstsein für den Wert der landwirtschaftlich erzeugten Lebensmittel und eine gesunde Ernährung zu schärfen. Dazu gehört auch die Agrar-Produktion und den eigenen Konsum in Deutschland zu hinterfragen.
Denn das Ziel ist, diese Welt zu einem lebenswerten Ort für Alle zu machen.
(in Anlehnung an misereor.de)

Wir haben an diesem Abend in der Bibel (Mt 13, 44-52) von dem Mann  gehört, der offensichtlich bei seiner Arbeit auf etwas gestoßen ist: nämlich einen Schatz.

Wie oft passiert das schon?
Wie oft passiert uns das denn schon?
Schauen wir mit ihm in diese unsere heutige Schatzkiste.

Hier haben wir Bohnen.
Diese Bohnen sind getrocknet.
Diese Bohnen sind aber auch Samen für die Zukunft.
Diese Bohnen enthalten das Kommende.
Das Werden von Nahrung,
das Werden von Satt machen.
Das Werden von Neuem.

Diese Bohne -
Ist es die, die uns nicht interessiert?

Diese Bohne –
Ist es die, über die wir einen neuen Zugang finden, zu dem, was und wer uns begegnet.
In den kommenden Wochen
In den kommenden Wochen der Vorbereitung auf Ostern
In den kommenden Wochen auf unser Neuwerden in der Auferstehung.

Birgit Hellmanns und Anne Hermanns-Dentges